Nach einer guten Reihe von Körperübungen, setzt du dich bequem hin, schließt die Augen und entspannst dein Gesicht, Geist und Körper. So dass, nur ein leichter Anflug eines Lächelns zu sehen bleibt. Du beobachtest, was sich in deinem Kopf abspielt, ohne es zu beurteilen oder anhalten zu wollen, ohne sich damit zu identifizieren. Du schaust nur zu, wie du den Straßenverkehr oder Wellen auf einem Teich beobachtest. Die Eskapaden des Denkens können in der Tat amüsant sein. Die Gedanken springen auf und ab, drehen und winden sich, versuchen mit allen Mitteln deine Aufmerksamkeit zu erregen und dich in ihr Spiel hineinzuziehen. Wenn wir den Trick herausfinden, wie wir uns davon distanzieren können, haben wir eine segensreiche Entdeckung gemacht. Denn nur darum geht es beim Meditieren – nicht darum, Mantras zu singen oder Affirmationen zu wiederholen, sondern einfach zuzuschauen. Als gehöre der Kopf einem anderen. Du bist jetzt bereit, Abstand zu nehmen und dem Drama zuzuschauen, ohne dich hineinziehen zu lassen.
    Genieße die Freiheit der Versenkung, wann immer du kannst und deine Meditation wird von selbst immer tiefer werden.
    Mal zu mal nimm dir Zeit für eine tiefgründigere Lösung. Lass Schmerzen, Sorgen und Schwierigkeiten einfach da sein, akzeptier ihre Existenz.

Meditation ist echte Alchemie, die dich aus unedlem Metall in Gold verwandelt. Aber du musst die Sprache verstehen, nicht mit deinem intellektuellen Verstand, sondern mit einem liebenden Herzen.

Wer meditiert, kommt irgendwann schließlich in sein Herz – Mitte seines Wesens. Das Herz ist genau in der Mitte deiner sieben Zentren: drei Zentren sind darunter, drei darüber. Das bedeutet, dass du jetzt die Gelegenheit hast deine Liebe und dein Mitgefühl, deine Freude und Glückseligkeit, dein Lächeln mit anderen zu teilen. Und wenn du teilst, wirst du mehr Glück spüren.
    Du brauchst nirgendwohin zu gehen oder dich dafür besonders anzustrengen. Du merkst bald, dass du nach jeder Meditation deine Sinnlichkeit genießen kannst, ohne besitzen zu wollen, oder dich anzuklammern, dass dein Bedürfnis nach Kreativität erfüllt wird, ob du ein Kind in die Welt setzt oder ein neues Projekt beginnst. Plötzlich öffnen sich in der Wirklichkeit, wie Buddha sagte, "vierundachtzigtausend Türen".
    Breite die Flügel aus und fliege wie ein Adler über die Sonne hinaus. Am inneren Himmel, in der inneren Welt ist Freiheit der höchste Wert. Alles andere ist zweitrangig, selbst Glück und Ekstase. Es gibt unzählige Blumen, doch sie können nur im Klima der Freiheit gedeihen.